PT Josef M. Haid hat im Juli 2004 die fünf jährige Ausbildung zum Osteopathen beendet und ist seit 2003 Mitglied im österreichischen Dachverband für Osteopathie, der Österreichischen Gesellschaft für Osteopathie (ÖGO), die ihrerseits vom europäischen Dachverband, der EFO, anerkannt ist. In der ÖGO werden nur Osteopathen, die alle Voraussetzungen erfüllen, d.h. eine qualifizierte Ausbildung nachweisen, anerkannt! Das gibt dem Patienten die Garantie, eine Behandlung von möglichst hohem Standard zu erhalten. Seither hat er zahlreiche Fort- und Weiterbildungen im Rahmen der Osteopathie gemacht.

Osteopathie, was ist das?

Dr. Andrew Taylor Still beantwortete diese Frage: Es ist eine Wissenschaft, eine Philosophie und eine Kunst. Und das gilt noch heute. Eine Wissenschaft wegen der Notwendigkeit des langen Studierens; eine Philosophie, weil es ohne sie nur eine Aneinanderreihung von Techniken wäre; und eine Kunst wird es durch jahrelange Übung.

Gründung und Verbreitung:

Die Methode der Osteopathie wurde im Jahr 1871 vom amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still gegründet. Nach anfänglichen Überzeugungsschwierigkeiten gelangte die Osteopathie Anfang des 20. Jahrhunderts nach England, um sich dann langsam in weiterer Folge auf den europäischen Kontinent auszubreiten. Heute wird die Osteopathie auf allen fünf Kontinenten gelehrt, gelernt und angewandt. Sie ist aus dem diagnostischen und manualtherapeutischen Alltag nicht mehr wegzudenken.

Osteopathie = Knochenleiden:

Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort Osteopathie ein Knochenleiden. Es ist ein irreführender Name. Das kommt daher, dass Dr. Andrew Taylor Still seine ersten Wahrnehmungen und Studien am knöchernen Schädel durchgeführt hat. Bis heute - es sind inzwischen über 130 Jahre vergangen - wurde jedoch dieses anfängliche Wissen in sehr vielen Bereichen erweitert und erneuert. In Wirklichkeit steht Osteopathie heute als Synonym für Erkrankungen und Beschwerdebilder aus allen Arten der Gewebe, wie z.B.:

  • Knochen
  • Muskeln
  • Bänder
  • Bindegewebe
  • Organe
  • Gefäßsystem
  • Nerven
  • Faszien
  • sogar das Gehirn usw.

Die Ausbildung:

Die US sind das einzige Land der Welt, das Osteopathen als Ärzte und ihre Handarbeit als Medizin anerkennt. Ihr akademischer Abschluss, der Doctor of Osteopathy (D.O.), ist dem Medical Doctor (M.D.) gleichwertig. An den Osteopathie-Kollegs absolvieren die Studenten ein vollständiges Medizinstudium mit dreimal so vielen Anatomiestunden wie "klassische" Mediziner. Zusätzlich müssen sie die Handgriffe lernen. Die manuelle Arbeit gilt als Zusatzangebot für die Patienten. Die Tatsache, dass US-Osteopathen bei Bedarf Medikamente verschreiben, gilt im Ambiente von Aromatherapie und Auradiagnose als Verrat am alternativen Ansatz.

In Österreich und Deutschland ist die Ausbildung zum Osteopathen leider noch nicht anerkannt und die Berufsbezeichnung "Osteopath" nicht geschützt. Doch neben einer Vielzahl von Praktizierenden, die sich nach einer Wochenendfortbildung Osteopath nennen, gibt es zum Glück immer mehr gut geschulte Therapeuten. Sie haben in der Regel eine fünf oder sechs Jahre dauernde Ausbildung hinter sich. In der Hauptsache sind es diplomierte Physiotherapeuten und auch Ärzte.



die rekord.