Osteopathie und Embryologie / Pädiatrie

In den USA gibt es Krankenhäuser, in denen auch mitten in der Nacht ein Osteopath gerufen wird, wenn das Neugeborene nicht schreit, wenn es nicht trinkt oder gar spuckt, und bei jeder Geburt mit der Saugglocke muss ein Osteopath Hand anlegen. In diesem frühen Entwicklungsalter können sich oftmals Fehlfunktionen auf die spätere körperliche Entwicklung negativ auswirken.

Bei der Geburt schiebt der Druck die weichen Baby-Schädelknochen ineinander und führt zu Verschiebungen der Knochensymmetrie. Greifen die Selbstregulierungskräfte des Säuglings nicht, können sich durch Kopfasymmetrien Druck- und Zugwirkungen aufbauen, die Störungen an Schädelnähten und Nervenaustrittspunkten verursachen. Nerven, die unter anderem auch Saugen und Schlucken steuern, das Rückenmark, die Wirbelsäule und das Becken werden eingeklemmt. Normalerweise entfalten sich die Schädelknochen nach dem Austritt aus dem weiblichen Becken wieder ganz. Doch die Wirklichkeit zeigt schon nach "normalen" Geburten für den Säugling gravierende Blockaden - ganz zu schweigen von extrem langen und schwierigen Geburten, Sturzgeburten, Zangen oder Saugglockengeburten oder aber auch Kaiserschnittgeburten.

Fehlfunktionen können sich über den gesamten Körper verbreiten. Diese Funktionsstörungen können die normale körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen. Solche Störungen können später auch nach Stürzen oder anderen Traumen im formbaren kindlichen Körper ausgelöst werden.

Die osteopathische Behandlung entstaucht, begradigt und befreit - mit sichtbarem Erfolg. Säuglingsschädel runden sich nach der Korrektur, Atmung und Schluckreflex normalisieren sich. Doch was genau sich unter den sensiblen Fingern der Therapeutin abspielt, bleibt unsichtbar.



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